Welche alternativen Angebote kann ich schaffen?

Dass auf absehbare Zeit kein Tennis und somit auch kein Tennistraining möglich ist, sollte uns allen klar sein. Wir haben uns mit der Frage befasst, wie Tennistrainer in der tennisfreien Zeit alternative Angebote für ihre Kunden schaffen können. Neben der Unterstützung durch Staat, Länder, Verband oder Verein haben einige Trainer vielleicht auch die Möglichkeit, neue Angebote zu schaffen, die in der aktuellen Situation benötigt werden. Wir haben einige Anregungen und Ideen zusammengetragen, die dir helfen können, das Beste aus der Situation zu machen. Außerdem findest du hier auch "Best-Cases" von Trainern, die schnell reagiert und innovative Ansätze bereits umgesetzt haben.

 

Solltest du selbst bereits alternative Angebote geschaffen haben oder hast davon gehört, dann schicke uns gerne eine Info über unser Kontaktformular, damit wir die Ansätze als Best-Cases veröffentlichen können!

Idee 1: Virtuelles Training / Training zu Hause

Dies ist ein Ansatz, von dem sowohl Trainer als auch Kunden profitieren und er wird bereits von vielen Trainern umgesetzt. An Stelle des Trainings auf dem Platz begleitet der Trainer seine Kunden im Training zu Hause - egal ob virtuell oder "auf dem Papier". In der heutigen Zeit gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie der Trainer Trainingspläne an seine Kunden übermitteln kann. Diese Trainingspläne können von allgemeinen Konditions- oder Fitnessplänen für die gesamte Zielgruppe bis hin zu hoch individuellen Wochenplänen reichen - jenachdem, wonach es dem Kunden verlangt. Man kann diese Trainingspläne entweder klassisch als Dokument per Mail zuschicken oder in virtuellen Trainingsräumen abhalten. Manche Trainer bieten auch ein LIVE-Training an - entweder auf speziell dafür eingerichteten Plattformen oder via Social Media. In diesem Bereich sind den kreativen Ideen der Trainern keine Grenzen gesetzt und es können sämtliche Konzepte angewendet werden.

 

Für das virtuelle Training gibt es zahlreiche kostenfreie und kostenpflichtige Plattformen und Lösungen, um mit den Kunden via Bild und Ton in Kontakt zu treten. Wir haben bereits die Angebote von Skype, Zoom, Join, GoogleHangout und wie sie alle heißen getestet und können nur sagen: es funktioniert, wie auch das folgende Beispiel zeigt:

 

Beispiel: "Wie ein Tenniscoach wegen der Corona-Pandemie auf Online-Training umgestellt hat" - tennisnet.com/de

 

Wichtig ist, dass man sich an den Bedürfnissen seiner Zielgruppe orientiert, seine eigenen Stärken einsetzt und weiterhin den Kontakt zu seinen Kunden hält! Eine einfache Umfrage per Mail an seine Kunden kann hier schon viele Erkenntnisse bringen und dich auf neue Ideen bringen!

Idee 2: Unterstützung der Kunden abseits vom Tennis

In der aktuellen Situation kann es sein, dass einige Kunden kein Bedarf an Tennis- oder Fitnesstraining haben, sondern auf andere Unterstützung angewiesen sind. Hier können wir empfehlen, dass sich der Trainer einfach mit seinen Kunden austauscht. Eventuell benötigen einige ältere Kunden Hilfe beim wöchentlichen Einkauf, bei Besorgungen aus Apotheken oder bei anderen Dingen. Hier sollte einfach der Kontakt zu den Kunden gepflegt werden, denn oft wird mehr Hilfe benötigt, als man vermutet.

 

Auch denkbar ist, dass man sich mit der Gastronomie aus dem Verein zusammenschließt und einen Lieferservice eröffnet: Der Gastronom bereitet das Essen zu und der Trainer liefert es aus. Auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und durch Zusammenhalt im Verein kann man auch weiterhin für seine Kunden und Mitglieder da sein.

Idee 3: Gutschein-Konzept für Trainerstunden

Eine Idee, um die aktuelle Situation zu entschärfen, wäre die Einführung eines Gutschein-Konzepts für Trainerstunden. Tennistrainer können 5er oder 10er Gutscheine an ihre Kunden verkaufen, die die Trainerstunden jetzt bezahlen und die Gutscheine dann einlösen, sobald Tennis wieder möglich ist. Es ist klar, dass es sich hierbei nur eine Verschiebung bzw. Entzerrung des Problems handelt, aber eventuell hilft dieses Modell einigen Trainern, da es etwas Zeit verschafft.

Idee 4: Quereinstieg

In anderen Bereichen (wie z.B. der Landwirtschaft) werden aktuell dringend Arbeitskräfte benötigt, da aufgrund der Corona-Krise und geschlossener Grenzen Arbeitskräfte fehlen. Für die tennisfreie Zeit sind es eventuell genau solche Jobs, die den Tennistrainern helfen und mit denen Tennistrainer helfen können. Es werden aktuell zahlreiche Jobbörsen eingerichtet, um Arbeitsplätze zu vermitteln. Wir haben hier einige gesammelt:

  • daslandhilft.de (Erntehelfer, Bundeslandwirtschaftsministerium)
  • coronaport.net (Erweiterte Nachbarschaftshilfe)
  • wirhelfen.eu (Nationale Hilfsplattform)
  • Unterstützung des Platzwarts oder bei der Platzinstandsetzung
  • Unterstützung bei Lieferdiensten bzw. Kooperation mit Vereinsgastronomie

Falls du noch weitere Portale kennst, die wir aufführen können, schicke sie uns gerne über unser Kontaktformular!

Idee 5: Tennisfreie Zeit für Fortbildungen nutzen

Der DTB und die Landesverbände arbeiten gerade an virtuellen Fortbildungsmöglichkeiten, bei kinder.tennis.de gibt es bereits Online-Schulungen und auch Aufzeichnungen dieser. Wir werden die Möglichkeiten der Fortbildung "von zu Hause" unter folgendem Link sammeln: